Tourismus - Religion und Kultur

Das größte Abenteuer beim Reisen sind nicht die Sehenswürdigkeiten der Region, und auch nicht die exotische Landschaft oder das ungewohnte Klima, sondern es ist die Begegnung mit den Menschen des Landes, mit ihrer Religion und ihrer Kultur. Und hier können auch die verantwortungsvollen, offenen und interessierten Reisenden ihren Beitrag zum gegenseitigen Verständnis leisten. Es gibt kaum Faszinierenderes als Einblick zu erhalten in eine fremde Welt. Die Religion und die Kultur sind es, die ein Volk prägen. Es ist für beide Seiten ein Gewinn, wenn die Reisenden mit Respekt und Unvoreingenommenheit das Land entdecken möchten.

Gerade, die oft fremden Sitten und Gebräuche sind es, die den Tourismus vor eine Herausforderung stellen, besonders wenn es sich um eine Kultur und Religion handelt, die unserem eigenen Kulturkreis fern ist. Gerade die arabische Welt mit ihren beeindruckenden historischen Denkmälern, dem bunten Treiben auf den Basaren und den weiten Wüsten, zieht viele Reisende magisch an. Aber der Tourismus, der Kultur und Religion achtet, sollte nicht wie ein Elefant im Porzellanladen auftreten, sondern sich behutsam, eher wie eine Schnecke, an Land und Leute herantasten. In jeder Religion gibt es Tabus, so natürlich auch im Islam. Leicht bekleidete Frauen, die gedankenlos womöglich noch eine Moschee besichtigen wollen, sind ein Affront für die Menschen hier. Auch wenn man die Rolle der Frau im Islam kritisch sieht, sollte es eigentlich eine Selbstverständlichkeit sein, dass man sich als Tourist und Gast in dem Land den landesüblichen Gebräuchen anpasst. Es ist also immer ratsam, sich vor der Reise zu informieren. So hat man gute Chancen die Fettnäpfchen zu vermeiden.

Nicht nur die arabische Welt ist ein beliebtes Reiseziel, auch Asien lockt Jahr für Jahr Reisende an, die die Religion und Kultur des Kontinents kennenlernen möchten. Ob Buddhismus, Hinduismus oder Konfuzianismus, Asien ist ein Kontinent der Kontraste, und ein Mekka für Reisende auf Sinnsuche. So hat sich hier ein Tourismus entwickelt, der Einblick in die Religion und Kultur gewährt. Viele Klöster, vor allem buddhistische, nehmen Reisende auf und lassen sie an dem Klosterleben teilhaben. Tourismus, Religion und Kultur müssen kein Widerspruch sein.